Professor Beam's Dutch Column

 

Heemweh

Ich wees net was die Ursach is,

Wees net worum ich’s duh;

Ein iedes Yaahr mach ich der Weg

Der alte Heimat zu,

Hab weiders nix zu suche dort

Kein Erbschaft, un kee Geld;

Un doch treibt mich das heem Gefiehl

So stark wie alle Welt;

Not stert ich ewe ab un geh,

Wie oben schon gemeldt.

Wie naecher das ich komm zum zell,

Wie sterker will ich geh:

Fer eppes im meim Hartz letz

Un tut mir greislich weh,

Der letzte Hiwwel schpring ich nuff

Un eb ich drowe bin,

Streck ich mich uff so hoch ich kann

Un guck mit Lust dahin;

Ich seh’s alt Steihaus durch der Baam,

Un wott ich wer schon drin.

Guck wie der Kichenschanschter schmokt,

Wie oft hab ich sell gseh

Wann ich draus in det Felder waar,

Ein Buwli, yung un glee.

Oh! Sehnst die Fensterscheiwe dort

Sie gucke rot wie Blut,

Hab oft considert, doch net dwisst,

Das sell die Sonn so tut;

Aa manges wes en Kind noch net,

Wann’s hett, waer’s aa net gut.

Wie gleich ich selle Babli Baem

Sie stehn wie Brieder dar,

Un uff dem Gippel, gwiss ich leb,

Hockt alleweil en Stahr.

Dem Baam sie Gippel gaunst, so scheen,

Der Stahr hebt sich doch fest.

Ich she die rote Fliggel, pleen,

Wann er sei Feddere wescht,

Will wedde das sei fraale Hat

Uff sellem Baam ein Nest.

Es gedenkt mir noch, ganz gut,

Wo selle wery Baem,

Net greeser als ein Welschkannschtock,

Gebrocht sin waare heem.

Die Mammi waar an’s Grossdads gwest

Datt waare Baem wie die,

Die Wiphlein hot sie mitgebrocht

Un graad datt geblanzt, sie hie;

Wir hen’s getuh, un glaabst du nau,

Das selle Baem sin sie.

Guck waahrlich ich bin schier am Haus,

Wie schnell geht doch die Zeit;

Wann mir’s so in Gedanken geht

So wie’s mir net wie weit

Dort is der Schopp, die Welschkornkrib,

Die Seiderpress dort draus;

Dort is die Scheuer, dort die Schpring,

Frisch quellt das Wasser raus,

Un guck, die saem alt Klabbardfens

Un’s Dierli vor em Haus.

Es is alles schtill, sie wisse net

Das epper fremmes kummt,

Ich denk der alte Watch is tod,

Schunscht wer er raus getschtumpt:

fer er hto als so arig gebrillt

Den trewlers Hertz verzert,

Dann hot der dade ihn gestillt

Un, is er umgekehrt,

Kein Gfaahr, er hot paar mol gegautzt

Des waar ihm sehr viel wert.

Es is alles schtill, die Dier is zu,

Ich schteh do un bsinne mich:

Es rappelt doch en wenig nau

Dort hinne in der Kich!

Ich geh net nie, ich kann noch net:

Mein Hertz fiehlt schwer un krank:

Ich geh en wenig uff die Portsch

Un hock mich uff die Bank.

Es seht mich niemand, wann ich heil,

Hinner der Drauwerank.

Zwee Bletz sin do, uff daere Portsch

Die halt ich hoch in Acht,

Bis meines lebens Sonn versinkt

In schtille Todesnacht;

Wo ich am alte Vaterhaus

Das letzte mol bin fort,

Stand meie Mammi, weinend hier,

An sellem Riegel dort;

Un nichs is mir so heilig nau,

Als grade seller Aart.

Ich kann sie heut noch sehne schteh,

Ihr schnupptuch in der Hand;

Die backen nass, die Aage rot.

Oh! wie sie doch da stand;

Dort gab ich ihr mein Ferewell,

Ech weinte als ich’s gab;

Un waar’s letzt mol in dere Welt,

Das ich ihr’s gewwe hab:

Eh das ich weider komme bi,

Waar sin in ihrem Grab.

Nau wann ich an mei Mammi denk

Un mehn ich tu sie sehn,

So shteht sie an dem Riegel dort,

Un weint, weil ich weck geh.

Ich seh sie net im Schockelschtuhl,

Net an kein’m andre Ort;

Ich denk net am sie, als im Grab:

Yuscht an dem Riegel dort;

Dort stalt sie immer vor meim Hertz,

Un weint, mit liebreich fort.

Was macht das ich so dort hiegeh,

An sell ent von der Bank;

Weest du? Mein Hertz is noch net tod:

Ich wees es, Gott sei dank

Wie manchmol sass mein dade dort:

Am Sommer noch middaag;

Die Hende uff der Schoos gekrentzt,

Sie stock bei seite lag;

Was hot er dort, im schnell, gedenkt,

Wer mag es wissen? Sag.

Vielleicht is es en Kindersdraam

Das ihn so sanft bewegt,

Oder is ihm, durch yungste Gsetz,

Der scheene Plan gelegt.

Er hebt sei Aage uff yuscht nau

Un guckt weit iwwer’s Feld;

Er seht vielleciht der Kirchhof dort

Der schon die mammi helt.

Er sent vielleicht nach seiner Ruh,

Dort in der bessere Welt.

Ich wees net soll ich nei in’s Haus;

Ich zidder an der Daer.

Es is wohl alles voll, in seid,

Un doch is alle sleer.

Es is net heem wire ich’s gewehnt waar,

Un kann’s auch nimmi sei;

Was naus mit unsre Eldre geht,

Kommt ewig nimmi nei:

Die Freude hot der Tod geernt,

Das Drauerdeel is mei.

Dort im schee schee Vaderland,

Dort geht mer nimmer fort;

Es weint kein gude mammi me,

An sellem Friedenort;

Kee daed guckt mehr nach dem Grab

Wo, was er lieb hot, legit,

Sell is kein Elend Welt wie die,

Wo alle slust besiegt;

Dort hot des Lewe, eweiglich,

I wer der Tod gesiegt.

So geht’s, in daere raue Welt

Wo alles muss vergehen.

Ia un die alde Heemet, gaar,

Fiehlt man nun ab, zu lege.

Oh! Wann’s net fer der Himmer waer,

Mit seiner scheene Ruh;

Dann waer es mir schon lang verledt,

Ich wisst net was zu tu:

Auf Hoffnung, geh ich imer fort

Der ewigen heimat zu.

Dort find mer, was mir do verliert,

Un halts in Ewigkeit;

Dort lewe unsre eldre nau

In Licht? Un ewiger Freud.

Wie oft, wan ich in Druwwel bin

Denk ich ann selle Ruh,

Un wett, wann’s Gottes Wille waer,

Ich ging ihr schneller zu;

Doch ward ich bis mein Schtunde kommt,

Nord saag ich welt, adieu.

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Mir welle net adieu saage.

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August 26, 2015

Yuscht en Bischli-Gnippli

as alt genunk is

 
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